Einführung in die situations- und alltagsorientierte Aphasietherapie (für schwere und mittelschwere Aphasien)

Datum Start
28.10.2022
Datum Ende
29.10.2022
Zeiten:
Fr. 13:00 - 18:00
Sa. 09:00 - 16:30
Fortbildungspunkte
14
Unterrichtseinheiten
14
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Aphasie / Demenz / Sprechapraxie
Kursnummer
WI-2210
Gebühr
285 €

Die Anforderungen der ICF räumen der Alltagsorientierung destherapeutischen Handelns auch in der Aphasietherapie einen zentralenStellenwert ein; so sollen die Betroffenen ihren Alltag mitgestalten können– wenn auch nur auf elementarem Niveau. Deshalb ist es wichtig, dassdas Üben mit aphasischen Personen stets anwendungsorientiert ist undeinen Alltagsbezug aufweist.

Diesen Anforderungen kommt der situative Ansatz der Aphasietherapieentgegen. Das Übungsgeschehen geht von einem Situationsbild aus, dasden Bezugspunkt für eine ganze Übungssequenz darstellt. NachEinführung in die Situation üben TherapeutIn und PatientIn – je nachStörungsschwerpunkt und Schweregrad – Satzmuster, Wortschatzstrukturenu. a., wobei sich jede Übung auf das betreffende Situationsbildbezieht. In speziellen Anschlussübungen werden die PatientInnen auf denEinsatz der geübten sprachlichen Mittel im Alltag vorbereitet.

Das gesamte Therapiegeschehen soll in einem strukturiertenaphasiedidaktischen Rahmen stattfinden, in dem die besonderenkognitiven Einschränkungen hirngeschädigter Menschen berücksichtigtwerden. Im Seminar werden die jeweiligen Voraussetzungen undÜbungsmöglichkeiten für die Therapie bei schwerer und mittelschwererAphasie beschrieben und differenziert – und dadurch wird in vielen Fällenklar, warum die schwer Betroffenen manche Übungen nicht bewältigenkönnen.

Dr. Weng, Ingrid

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Dr. Ingrid Weng

war nach dem Studium der Germanistik und Slavistik mit Promotion in Germanistischer Linguistik zuerst als DAAD-Lektorin im Ausland tätig (Schwerpunkt Linguistik und Sprachdidaktik), danach hat sie das LiP-Jahrespraktikum („Linguistin im Praktikum“) an den Kliniken Schmieder in Allensbach durchgeführt. Von 1994 bis 2020 arbeitete sie dort als Klinische Linguistin in Festanstellung. Seit vielen Jahren ist sie in der LogopädInnenaus- und weiterbildung beschäftigt und hat – als Autorin und Co-Autorin – mehrere Materialsammlungen für die Aphasietherapie erstellt und publiziert. des Weiteren verfasst sie regelmäßig Fachaufsätze zum Thema Aphasietherapie.