Das SZET-Konzept: Schlucken und Zungenruhelage effizient therapieren

Datum Start
20.11.2022
Datum Ende
21.11.2022
Zeiten:
So. 12:00 - 18:45
Mo. 09:00 - 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereich:
Kindersprache / Entwicklungsstörungen
Kategorie:
Mundmotorik / kindliche Schluckstörungen
Kursnummer
KS-2211
Gebühr
330 €

SZET ist das Therapiekonzept zur Behandlung myofunktioneller Störungen (MFS) bei Kindern ab ca. 9 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen ohne neurologische Grunderkrankungen, das gänzlich ohne mundmotorische Übungen auskommt und den sehr häufig vernachlässigten Therapiebereich Habits in all seinen Facetten konsequent diagnostiziert und therapiert. Das Vorgehen orientiert sichohne Umwege direkt an den physiologischen Abläufen, die schließlich am Ende einer erfolgreichen myofunktionellen Therapie stehen sollen – die physiologische Zungenruhelage und das adulte Schlucken. Genau deshalb wird ausschließlich daran ab der 1. Therapieeinheit gezielt gearbeitet. Gleichzeitig werden die anstelle der Zungenruhelage und in allen willkürlichen Phasen des Schluckensauftauchenden Habits erkannt und konsequent abtrainiert, um die Habitualisierung der neuen Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Die bei vielen Therapeutinnen und Therapeuten unbeliebten Mundmotorikübungen (ohne oder mit Hilfsmitteln wie Spatel, Ringchen, Kauschläuchen oder Therapiesaugern) entfallen, da Ihre Patienten diese mit dem SZET-Konzept gar nicht mehr benötigen.

Im SZET-Seminar wird ausführlich gezeigt und in Kleingruppen ausprobiert, wie Sie mit Ihren Patienten in wenigen Minuten die physiologische Zungenruhelage und das adulte Schluckmuster erarbeiten können. Sie schärfen Ihren Blick für die Vielzahl unterschiedlicher Habits, die anstelle der Zungenruhelage und rund um das Essen und Trinken auftreten können und lernen, wie Sie diese konsequent abbauen. Natürlich lernen Sie auch, wie Sie Ihre Patienten beim Transfer in den Alltag gezielt unterstützen können. Außerdem wird ein stark gestrafftes diagnostisches Vorgehen besprochen und der theoretische Hintergrund mundmotorischer Übungen und deren Aussagekraft und Sinnhaftigkeit für die Diagnostik und Therapie der MFS diskutiert.

Das Konzept ist für die Arbeit mit Kindern unter 9 Jahren und bei Patienten mit neurologischen Grunderkrankungen ausdrücklich nicht geeignet.

Kuhrt, Steffi

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Steffi Kuhrt, Jahrgang 1980, hat nach dem Studium der Germanistik und Pädagogik 2002 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin in Leipzig begonnen und 2005 erfolgreich beendet. Von 2005-2010 arbeitete sie als angestellte Logopädin in einer Praxis nahe Karlsruhe. Von 2010 bis 2015 war sie selbständig mit der Praxis mundwerk in Bruchsal, in der der Schwerpunkt auf der Arbeit mit kieferorthopädischen Patienten lag. Danach arbeitet sie als freie Logopädin in Baden-Baden, Bruchsal und Weingarten. Seit Januar 2020 betreibt Frau Kuhrt wieder ihre eigene logopädische Praxis zwischen Karlsruhe und Bruchsal ebenfalls mit dem Schwerpunkt Orofaziale Dysfunktionen bei Patienten in kieferorthopädischer und/oder kieferchirurgischer Behandlung. Seit 2016 stellt Frau Kuhrt ihr aus der praktischen Arbeit heraus entwickeltes Therapiekonzept „SZET – Schlucken und Zungenruhelage Effizient Therapieren" in Deutschland und der Schweiz vor.