Logopädische (Be-)Handlungsoptionen bei Menschen mit Demenz und Dysphagie

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M.Sc. Hübner, Monika

Nach ihrer Ausbildung zur Logopädin (Aachen, 2003) und Anstellung in einer logopädischen Praxis ist Monika Hübner seit 2008 am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS Heidelberg mit der schwerpunktmäßigen Versorgung von geriatrischen Patienten mit Dysphagie, insbesondere von Menschen mit Demenz, tätig. 2013 beendete sie als Stipendiatin des Internationalen Studien- und Fortbildungsprogramms Demenz der Robert Bosch Stiftung den Masterstudiengang „Demenzstudien" an der Donau-Universität Krems/Österreich, erhielt 2015 das FEES-Zertifikat der DGN/DSG und bildete sich zur Systemischen Beraterin und Therapeutin (SG) fort. Darüber hinaus Vortrags- und Dozententätigkeit zu logopädisch-geriatrischen Themen sowie die Veröffentlichung von „Schluckstörungen bei Menschen mit Demenz vom Typ Alzheimer“ im Schulz-Kirchner Verlag (2021).
Datum Start
16.09.2022
Datum Ende
17.09.2022
Zeiten:
Fr. 10:00 - 17:30
Sa. 09:00 - 16:30
Zeit bis zum Seminarstart:
Tag(e)
Std.
Min.
Sek.
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Spezielle Störungsbilder
Kursnummer
HM-2209
Gebühr
330 €
Freie Plätze
verfügbar

Beeinträchtigungen der Nahrungsaufnahme und des Schluckens treten im Verlauf einer demenziellen Erkrankung bei der Mehrheit der betroffenen Patienten auf. Nach kurzem Überblick über die häufigsten Demenzformen werden schwerpunktmäßig die Veränderungen im Rahmen der Nahrungsaufnahme und des Schluckvermögens sowie die Folgen von Dysphagien bei Menschen mit Demenz vom Typ Alzheimer dargestellt. Das Seminar hat darüber hinaus zum Ziel, die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten im Rahmen der logopädischen (Mit-)Behandlung praxisnah aufzuzeigen. Außerdem wird auf den Aspekt der künstlichen Ernährung bei Menschen mit Demenz eingegangen und erläutert, wie Logopäden als Teil des interdisziplinären Teams ethische Entscheidungsprozesse mitunterstützen und pflegende Angehörige beraten können. Da Essen und Trinken leibliche Grundbedürfnisse darstellen und Genuss und Lebensqualität bedeuten, werden abschließend das Konzept des Comfort Feeding Only vorgestellt und die logopädisch-therapeutischen Möglichkeiten im Rahmen eines palliativen Procedere bei fortgeschrittener Demenz betrachtet.