Präsenz-Seminar: VVP: Visuelle Variantenpläne (Contingency Maps von P. Mirenda und K. Brown) Ein praktischer Ansatz zur Verbesserung sozialer und exekutiver Kompetenz

Datum Start
06.03.2027
Datum Ende
06.03.2027
Zeiten:
Sa. 09:00 - 16:30
Mindest-Teilnehmerzahl
15
Fortbildungspunkte
8
Unterrichtseinheiten
8.0
Fachbereich:
Sonderthemen/angrenzende Bereiche
Kategorie:
-
Kursnummer
LM2-2703
Gebühr
220.00 €
Freie Plätze
verfügbar
Art
PRÄSENZ

NEU!

Herausforderndes Verhalten – etwa bei Autismus, ADHS, Traumata oder anderen Diagnosen – kann soziale Teilhabe und Lernprozesse erheblich beeinträchtigen. Sprachtherapeuten stehen dabei oft vor komplexen Situationen, die sich mit traditionellen Methoden nur schwer lösen lassen.

Visuelle Variantenpläne – auch als „Alternativenübersicht“ bekannt – bieten einen handlungspraktischen Zugang: Mithilfe von Bildern und kurzen Texten lassen sich schwierige Situationen und komplexere Zusammenhänge veranschaulichen, Lücken im Sprachverständnis schließen, Handlungsspielräume eröffnen und neue, funktionale Verhaltensstrategien vermitteln.

Herausforderndes Verhalten

Ungewöhnliche Reaktionen entstehen oft aus innerer Not heraus. Sie spiegeln Schwierigkeiten im Situationsverständnis, bei der Verarbeitung kontextbezogener Sprache, der Einhaltung sozialer Regeln und der Einschätzung der Folgen eigenen Handelns.

Beispiele

  • Leo reißt sich los und läuft auf die Straße.
  • Lisa kommt regelmäßig verspätet zum Unterricht.
  • Tino beleidigt lautstark seine Klassenkameraden.
  • Nico braucht viel Zeit, um den Therapieraum zu betreten oder zu verlassen.
  • Anja reagiert auf Anforderungen mit selbstverletzendem Verhalten.

Wirkweise visueller Variantenpläne

In Visuellen Variantenplänen werden die Ergebnisse verschiedener Handlungsweisen einander gegenübergestellt. Durch die Visualisierung gewinnen Betroffene Zeit und Distanz, um in einem unbelasteten Ambiente Verhaltensoptionen zu vergleichen und neue Handlungsstrategien zu verinnerlichen – ein wertvoller Beitrag zur Selbststeuerung und Kommunikation.


Keywords:

visuelle Variantenpläne, exekutive Kompetenz, Autismus, ADHS, Traumata, soziale Teilhabe, Situationsverständnis, soziale Kompetenz, Regeln, Contingency Maps, Alltag

Maria Lell

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Maria Lell ist Logopädin (Abschluss 1982 in Ulm) und Klinische Lerntherapeutin. Sie hat sich auf die Therapie von Kommunikations- und Sprachentwicklungsstörungen, insbesondere bei Personen im Autismus-Spektrum spezialisiert. Seit 2003 entwickelt sie TRANS-PIKS und kombiniert dabei die geniale Grundidee der PECS-Methode mit modernen sprachtherapeutischen Konzepten und Erkenntnissen aus der Unterstützten Kommunikation.

Maria Lell ist Autorin diverser Fachartikel und Buchbeiträge und gibt ihr Wissen thematisch breit gefächert in Seminaren weiter.