Phonologische Bewusstheit und Lese-Rechtschreibstörungen: Grundlagen, Diagnostik und Intervention

Datum Start
03.12.2021
Datum Ende
04.12.2021
Zeiten:
Fr. 12:00 - 18:45
Sa. 09:00 - 16:30
Fortbildungspunkte
12
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereich:
Kindersprache / Entwicklungsstörungen
Kategorie:
Wahrnehmungs- und Lernstörungen
Kursnummer
KM-2112
Gebühr
320 €

Die phonologische Bewusstheit (phB) gilt als Vorläuferfähigkeit des Schriftspracherwerbs und darüber hinaus auch als Ursache auf der kognitiven Ebene bei Lese-Rechtschreibstörungen(LRS). Therapiekonzepte, die Übungen zur phonologischen Bewusstheit mit einem Training schriftsprachlicher Fertigkeiten verbinden, zeigen eine hohe Effektivität. In diesem Seminar werden ausführlichdie theoretischen Grundlagen der phonologischen Bewusstheit, des Lese-Rechtschreiberwerbs und der Lese-Rechtschreibstörungen vermittelt. Diagnostikverfahren zur phonologischen Bewusstheit im Grundschulalter und exemplarisch zur Erhebung der Lese-Rechtschreibkompetenzen werden vorgestellt. An Fallbeispielen kann die Notwendigkeit für einen störungsspezifischen, an der phonologischenBewusstheit ansetzenden Therapieansatz dargelegt werden.

Im Therapieteil werden ausgehend vom Schriftspracherwerb Ziele für eine LRS-Intervention abgeleitet.Im Schwerpunkt wird es um eine adäquate Verknüpfung mit der Förderung der phonologischen Bewusstheit gehen. Die methodische Umsetzung wird durch konkrete Therapiematerialien zur phonologischen Bewusstheit und Übungsformen aus der Praxis veranschaulicht. Die Teilnehmer werden befähigt eine zielorientierte logopädische Therapie an der Schnittstelle von phonologischer Bewusstheit undSchriftsprache durchzuführen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Konerding, Marita

/images/dozenten/Konerding, Marita
Marita Konerding (M.Sc.)

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet "Kognitive und Entwicklungspsychologie" der TU Kaiserslautern und als Doktorandin mit der Evaluation eines computerbasierten, grapho-phonologischen Trainingsprogramms für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und der Normierung eines neu entwickelten Gruppentests zur phonologischen Bewusstheit beschäftigt. Nach ihrer Ausbildung zur Logopädin 1986 war sie als Logopädin an den Städtischen Kliniken Darmstadt und von 1998 bis 2018 in eigener Praxis tätig. Erfahrungen als Dozentin bringt sie aus ihrer langjährigen Lehrtätigkeit an der Schule für Logopädie in Ulm und in Weingarten sowie im Bachelor-Studiengang für Logopäden der Katholischen Fachhochschule Mainz mit.