Sprachtherapie auf der Intensivstation - Dysphagiemanagement bei invasiv und nicht-invasiv beatmeten Patienten?!

Datum Start
09.07.2021
Datum Ende
09.07.2021
Zeiten:
Fr. 10:00 - 17:30
Fortbildungspunkte
8
Unterrichtseinheiten
8
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Spezielle Störungsbilder
Kursnummer
EK-2107
Gebühr
190 €

Kombipreis für beide Seminare von Fr. Eibl 350€

In den Krankenhäusern und in den Kliniken für Frührehabilitation gibt es immer mehr Patienten, die invasiv oder nicht-invasiv beatmet werden. Es gibt immer mehr Pflegeheime mit beatmungspflichtigen Patienten. Die Sprachtherapeut*in wird entsprechend häufiger auch zu teilweise beatmeten Patienten gerufen, um Sprechen und Schlucken zu behandeln.Der Einsatz von Logopädie auf Intensivstationen geschah bis vor einigen Jahren noch eher nur in Ausnahmefällen. Doch die fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit von Anästhesist*innen, Intensivpflege, Atmungstherapeut*innen, Physiotherapeut*innen und Sprachtherapeut*innen spricht sich herum. Das Trachealkanülen- und das Dysphagiemanagement für schwer betroffene und mindervigilante Patienten ist dadurch deutlich effektiver und erfolgreicher geworden. Die Erfahrung zeigt, dass eine frühzeitige Intervention der Logopädie, auch bei Intensivpatienten, die nur sehr gering belastbar und teilweise noch beatmet sind, ein besseren Outcome in Bezug auf das Schlucken und Sprechen bewirken kann.

Im Seminar wird es darum gehen, die sprachtherapeutische Herangehensweise an beatmete Patienten mit/ohne Trachealkanüle zu veranschaulichen und die Berührungsängste abzubauen. Neben dem theoretischen Hintergrund zu Beatmung und Trachealkanülen werden anhand von Fallbeispielen erste Behandlungsschritte aufgezeigt. Weitere Inhalte des Seminars sind Schwerpunkte und Zielsetzungen der Behandlung in der Akutphase, Entscheidungspfade für das Trachealkanülenmanagement und die Dekanülierung sowie Entblockungsversuche mit Sprechventil und Schluckversuche.

Eibl, Katrin

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Katrin Eibl

Studium der Linguistik, Sprecherziehung und Sprachtherapie in Göttingen und Reading. Postgraduierung als Klinische Linguistin (BKL). Seit über 20 Jahren Behandlung von neurologischen Störungsbildern im Akuthaus, Rehabilitation, Geriatrie und Ambulanz. Derzeit im Akuthaus tätig mit den Schwerpunkten: Diagnostik und Therapie von Patienten mit Schlaganfall und neurologischen Erkrankungen, instrumentelle Diagnostik (FEES) von Dysphagien, Behandlung von invasiv- und nicht-invasiv beatmeten Patienten.