Fahrplan für die Therapie semantisch-lexikalischer Störungen - ein modellorientiertes Vorgehen

Datum Start
12.04.2024
Datum Ende
13.04.2024
Zeiten:
Fr. 10:00 - 17:30
Sa. 09:00 - 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereich:
Kindersprache / Entwicklungsstörungen
Kategorie:
-
Kursnummer
CC-2404
Gebühr
340 €
Freie Plätze
verfügbar
Art
PRÄSENZ

NEU!

Für die Therapie von semantisch-lexikalischen Defiziten im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung (SES) existieren verschiedene, teils evidenzbasierte Methoden. Dabei kann die Ableitung der Therapieinhalte, je nach theoretischer Auslegung, anders ausfallen. In der Praxis fällt auf, dass nicht jedes Kind in einer semantisch-lexikalischen Therapie die gleichen Erfolge erzielt. Dies kann zum einem an den Fähigkeiten des Kindes liegen, zum anderen an der Methodenauswahl. Um das Therapievorgehen von semantisch-lexikalischen Störungen übersichtlicher und möglichst erfolgreich zu gestalten, kann modellorientiert vorgegangen werden.

Das Seminar richtet sich an Therapeuten und Therapeutinnen, die semantisch-lexikalische Störungen von Kindern mit SES bereits diagnostizieren sowie therapieren und einen Überblick über das Störungsbild und modellorientierte Therapiemöglichkeiten in diesem Bereich erhalten wollen.

In dem Seminar werden semantisch-lexikalische Störungen nach dem Dell-Modell (Rupp, 2013) in Störungsschwerpunkte eingeteilt. Damit lassen sich Interventionsziele und entsprechend einsetzbare Methoden ableiten. Je nach Störungsschwerpunkt werden nonverbale, paraverbale und / oder verbale Fähigkeiten therapiert. Unter Einbezug des aktuellen Forschungsstandes werden ganzheitliche sowie sprachspezifische Methoden während des Seminars vorgestellt. Die Ableitung der Störungsschwerpunkte sowie Anwendung der Methoden, wie zum Beispiel die Inputtherapie, das Modellieren oder die Anbahnung des Funktionsspiels, werden in praxisnahen Übungen sowie in Rollenspielen erprobt und durch Fallbeispiele veranschaulicht.

Carles, Carolin

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Carolin Carles, Logopädin (BSc), Klinische Linguistin (MSc), arbeitet als Dozentin und klinische Linguistin.

Nach ihrem Logopädiestudium an der Hochschule Fresenius und neben ihrem Masterstudium in Klinischer Linguistik an der Universität Bielefeld arbeitete sie in einer logopädischen Praxis sowie mehreren Bildungseinrichtungen bis sie 2012 wissenschaftlich tätig wurde. Seit 2022 arbeitet Carolin Carles als klinische Linguistin in der interdisziplinären Frühförderung. Sie gibt Fortbildungen in mehreren Bereichen. Ihr therapeutischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Kindern, welche eine Sprachentwicklungsstörung im Rahmen weiterer Einschränkungen aufweisen. Weitere Themenfelder sind Mehrsprachigkeit, Pragmatik sowie Sprachentwicklung und ihre Störungen.