LoMo - Neurowissenschaftlich basierte Aphasietherapie

Datum Start
06.09.2027
Datum Ende
06.09.2027
Zeiten:
Mo. 18:00 - 20:30
Mindest-Teilnehmerzahl
10
Fortbildungspunkte
3
Unterrichtseinheiten
3.0
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Aphasie/Demenz/Sprechapraxie
Kursnummer
BS-2709-O
Gebühr
66.00 €
Freie Plätze
verfügbar
Art
ONLINE

Die Kluft zwischen neurowissenschaftlicher Forschung und klinischer Praxis ist nach wie vor hoch, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gehen erst Jahre später in die klinische Praxis ein, wenn überhaupt. Die Kurzfortbildung sucht diese Kluft zu schließen und damit eine zügige Um-setzung fundierter Erkenntnisse in eine evidenzbasierte sprachtherapeutische Praxis zu fördern. Dafür wird zunächst der Stand einer Theorie der Neurorehabilitation bei Aphasie skizziert; inner-halb dieses Rahmens werden verschiedene Konzepte der sprachtherapeutischen Diagnostik und Behandlung kurz vorgestellt, darunter phasenspezifische Ansätze, Hilfen-Hierarchien, Multimo-dalität, linguistisch-exekutive Ansätze, musiktherapeutische Anleihen, Komplexitätsansätze, so-wie diskursorientierte Ausrichtungen. Neben jenen in den jüngsten Leitlinien „Aphasie und Sprechapraxie“ explizit genannten Methoden werden auch Evidenzen aus kleineren Studien bei-spielhaft aufgenommen, um die Breite an Optionen in den jeweiligen Konzepten aufzuzeigen. Ziel der Fortbildung ist es – neben der Integration zeitgerechter evidenzbasierter Verfahren in den klinischen Alltag – auch die kreative und vielfältige Nutzung der Breite an aktuellen sprachthera-peutischen Möglichkeiten auf neurowissenschaftlicher Basis anzuregen. Die Auswahl von indivi-duell passenden Verfahren wird auch anhand von kurzen Fallbeispielen gemeinsam diskutiert.

Stefanie PD Dr. Brühl

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Priv.-Doz. Dr. Stefanie Brühl, Klinische Linguistin (BKL), ist Privatdozentin für Kognitive Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Gastwissenschaftlerin in der Sektion Klinische Kognitionsforschung an der RWTH Aachen, sowie selbstständig tätig. Seit ihrem Magisterabschluss in Deutscher Philologe, Philosophie und Politischer Wissenschaft im Jahre 2001 ist sie klinisch, wissenschaftlich und lehrend an (außer-)universitären und klinischen Einrichtungen tätig, darunter an den Universitäten in Aachen, Freiburg, Urbana-Champaign (USA), Sydney (AUS) und Manchester (UK), an SRH-Fachhochschulen, sowie an Kliniken in Hagen und Meerbusch. Ihre Themenschwerpunkte sind die Entwicklung, Überprüfung und didaktische Vermittlung von Methoden zur Diagnostik und Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen sowie ihren neuropsychologischen Begleitstörungen nach Schlaganfall und bei Demenz. Dabei stehen innovative Ansätze im Vordergrund, die auf modelltheoretischen, computationalen und/oder neurowissenschaftlichen Grundlagen beruhen und die unter Berücksichtigung klinischer Erkenntnisse theoretisch fundiert und praxisnah vermittelt werden. Sie ist unter anderem Mitautorin von SAPS (Brühl et al., 2022), ESKOPA-TM (Grewe et al., 2020) und Szenario-Test (Nobis-Bosch et al., 2020) sowie in die aktuelle Entwicklung der Leitlinie „Aphasie und Sprechapraxie“ involviert. Weitere Informationen auf https://steffiebruehl.de