Einführung in die situations- und alltagsorientierte Aphasietherapie (für schwere und mittelschwere Aphasien)

Datum Start
12.11.2021
Datum Ende
13.11.2021
Zeiten:
Fr. 13:00 - 18:00
Sa. 09:00 - 16:30
Fortbildungspunkte
14
Unterrichtseinheiten
14
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Aphasie / Demenz / Sprechapraxie
Kursnummer
WI-2111
Gebühr
280 €

Die Anforderungen der ICF räumen der Alltagsorientierung des therapeutischen Handelns auch in der Aphasietherapie einen zentralen Stellenwert ein; so sollen die Betroffenen ihren Alltag mitgestalten können – wenn auch nur auf elementarem Niveau. Deshalb ist es wichtig, dass das Üben mit aphasischen Personen stets anwendungsorientiert ist und einen Alltagsbezug aufweist.

Diesen Anforderungen kommt der situative Ansatz der Aphasietherapie entgegen. Das Übungsgeschehen geht von einem Situationsbild aus, das den Bezugspunkt für eine ganze Übungssequenz darstellt. NachEinführung in die Situation üben TherapeutIn und PatientIn – je nach Störungsschwerpunkt und Schweregrad – Satzmuster, Wortschatzstrukturen u.a., wobei sich jede Übung auf das betreffende Situationsbild bezieht. In speziellen Anschlussübungen werden die PatientInnen auf denEinsatz der geübten sprachlichen Mittel im Alltag vorbereitet.

Das gesamte Therapiegeschehen soll in einem strukturierten aphasiedidaktischen Rahmen stattfinden, in dem die besonderen kognitiven Einschränkungen hirngeschädigter Menschen berücksichtigt werden.

Im Seminar werden die jeweiligen Voraussetzungen und Übungsmöglichkeiten für die Therapie bei schwerer und mittelschwerer Aphasie beschrieben und differenziert – und dadurch wird in vielen Fällen klar, warum die schwer Betroffenen manche Übungen nicht bewältigen können.

Dr. Weng, Ingrid

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Dr. Ingrid Weng

studierte zunächst Germanistik und Slavistik (Lehramt). 1987 Promotion in Germanistischer Linguistik. Danach war sie als DAAD-Lektorin im Bereich Germanistische Linguistik und DaF in Usbekistan und Griechenland tätig. 1993-1994 absolvierte sie ihr LiP und ist seit dem als Sprachtherapeutin tätig. Seit 1995 ist sie Lehrbeauftragte Phonetik/Linguistik Neurogene Sprach-und Sprechstörungen in der Logopädenausbildung.