Online-Seminar - Von der Übung zum Transfer: Planung und Gestaltung des Transfers in der Stottermodifikationstherapie mit Jugendlichen und Erwachsenen

Datum Start
03.04.2022
Datum Ende
03.04.2022
Zeiten:
So. 10:00 - 17:30
Fortbildungspunkte
4
Unterrichtseinheiten
8
Fachbereich:
Stottern/Mutismus/Poltern
Kategorie:
-
Kursnummer
IS-2204-O
Gebühr
205 €
Der Therapieerfolg ist immer abhängig von der Umsetzung des Erlernten in den Alltag. Gerade in der Stottertherapie spielt der Transfer von Beginn an und nicht erst gegen Ende der Therapie eine zentrale Rolle. Oft zeigt sich, dass Betroffene noch nicht ausreichend desensibilisiert sind, das in der Therapie Erlernte im Alltag anzuwenden, obwohl sie die Techniken im Therapieraum umsetzen können.

Dieses Seminar thematisiert diesen Umstand und gibt Anregungen zur Gestaltung des Übungstransfers.

Seminarablauf und -inhalte:

Das Seminar beginnt mit einem kurzen Überblick zu aktuellen Erkenntnissen der Ätiologie und Symptomatologie des Stotterns, und der Vorstellung einiger gängiger Diagnostikverfahren für Jugendliche und Erwachsene zur möglichst ganzheitlichen Befundung. Anschließend befassen wir uns im ersten Teil des Seminars schwerpunktmäßig mit dem Grundgedanken, den Inhalten und dem Aufbau derStottermodifikationstherapie (in Anlehnung an van Riper). Für die Therapiephasen Identifikation, Desensibilisierung, Modifikation und Stabilisierung gibt das Seminar Anregungen anhand einer Übungssammlung.

Im zweiten Teil des Seminars liegt der Fokus auf der Effizienzgestaltung der Therapie und den Kriterien für einen effektiven Transfer. Neben Voraussetzungen für eine Therapie (Auftragsklärung, Zielformulierungen) thematisieren wir die Bedeutung der Selbsthilfe und die Motivation für den oftmals lebenslangen „Umgang“ mit dem eigenen Stottern. Wir besprechen die Notwendigkeit Betroffene dabei zu unterstützen, das in der Therapie Erarbeitete außerhalb des Therapieraumes sukzessive in den Alltag zu „verlagern“. Sie erhalten Anregungen für den Aufbau und die Gestaltung der In-VivoArbeit. Abschließend widmen wir uns der Frage, der eigenen Einstellung zum Thema „Stottertherapie“ und dem damit einhergehenden Rollenvorbild der Therapierenden.

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an Therapierende, die bereits über grundlegendes Wissen in der Stottermodifikationstherapie verfügen und ihre Kenntnisse zur Übungsgestaltung mit besonderem Fokus auf den Transfer erweitern möchten. Grundlegende Vorkenntnisse über die Techniken Prolongation und Pullout werden vorausgesetzt.

!!! Fortbildungspunkte werden unter Vorbehalt vergeben. Z.Z. empfiehlt die gkv, dass FBP in Coronazeiten auch für Online-Seminare vergeben werden.

Inderwisch, Sascha

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Sascha Inderwisch (M.A.)

Ausbildung:

  • 2009 Staatsexamen zum Logopäden an der Lehranstalt für Logopädie Rheine
  • 2013 Abschluss Studium „Medizinalfachberufe“ B.A. (FH Nordhessen)
  • 2019 Abschluss Studium „Erwachsenenbildung“ M.A. (TU Kaiserslautern)
  • seit 2009: fortlaufend Spezialisierungen in den Fachbereichen „Dysphagie/TKManagement“ und „Redeflussstörungen“
  • Berufliche Laufbahn:

  • 2009-2012 Tätigkeit als Logopäde in einem ambulanten Therapie- undRehazentrum für Kinder und Erwachsene in Augsburg
  • seit 2011 Dozent für „Laryngektomie“ an den Berufsfachschulen für LogopädieTübingen und Ulm (IB)
  • 2012-2013 Tätigkeit als Logopäde in der Abteilung für PhysikalischeFrührehabilitation im Städtischen Klinikum München-Bogenhausen(Schwerpunkt: Dysphagie/TK-Management)
  • 2014-2019 Tätigkeit als Lehrlogopäde (Unterricht und Supervision) für„Redeflussstörungen (Stottern/Poltern)“ und „Dysphagie“ an derBerufsfachschule für Logopädie Fürth
  • 2016-2019 Konsildienst auf der Stroke-Unit im Stadtkrankenhaus Schwabach
  • 2019-2020 Lehrlogopäde (Unterricht und Supervision) für den Fachbereich„Neurologische Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen“ an der StaatlichenBerufsfachschule für Logopädie am Klinikum der Universität München